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Seit dem Jahr 2001 fördert der Wettbewerb „Jugend debattiert“ die sprachlichen Kompetenzen und das politische Verständnis deutscher Schüler. Es beteiligen sich in ganz Deutschland an die 150.000 Schüler aus 800 Schulen. Dieses Jahr ist auch das Jakob-Fugger-Gymnasium dabei. Wirkungsvolles Argumentieren, genaues Zuhören und präzises Nachfragen – das sind wichtige Kompetenzen bei einer Debatte. Am 19. Januar 2017 fand im Jakob-Fugger-Gymnasium das Schulfinale „Jugend debattiert“ statt.

Um sich dafür zu qualifizieren, mussten 8 Schüler der Jahrgangsstufe 9 mit genau diesen Fähigkeiten gegeneinander antreten. In einer Vorauswahl hatte man in den vier Klassen nach einem mehrwöchigen Kompetenztraining im Unterricht alle Schüler miteinander debattieren lassen, so dass sich im Vorfeld geeignete Kandidaten herauskristallisiert hatten. Um in die Final-Debatte einzuziehen, traten in den beiden Halbfinals jeweils 4 Schüler gegeneinander an. In den Halbfinal-Debatten, die in der 2. Stunde stattfanden, ging es um das Thema, ob an allgemeinbildenden Schulen die handwerkliche Ausbildung gefördert werden sollte. Alexander Peter, der für die Förderung der handwerklichen Ausbildung eintrat mit dem Hauptargument, dass dies eine Ablenkung vom stressigen Schulalltag bedeute, und Samuel Rottländer, dessen Hauptargument das Desinteresse der Schüler an handwerklichen Kursen war, setzten sich im ersten Halbfinale durch. Beide Schüler zogen somit in das Finale ein, das in der 6. Stunde stattfand. Dort traten Alexander und Samuel gegen Alexandra Eisenbeil und Lukas Altun an, die sich im anderen Halbfinale durchgesetzt hatten. In der Jury saßen im Finale ein Lehrer und vier Schüler, die sogar eine eintägige Fortbildung als Juroren mitgemacht hatten.

Ob es gut sei, dass auch Jugendliche sich einer Schönheits-OP unterziehen dürfen, stellte die Streitfrage im Schulfinale dar. Die Debatte fand im Untergeschoss des B-Traktes statt, in dem viele Zuschauer-Plätze zur Verfügung standen. Einige Lehrkräfte und die gesamte 9. Jahrgangsstufe verfolgten gespannt die Final-Debatte, die den Teilnehmern Einiges abverlangte, da sie unter anderem ohne Mikrofon für alle Zuschauer gut hörbar sein mussten. Zuerst hielt jeder seine Eröffnungsrede, und von einer sagte später ein Schüler, dass diese ihn „umgehauen“ hätte. Diese Aussage macht das hohe Niveau der Debatte sehr gut deutlich. Überhaupt war es spannend und erstaunlich, wie sich die Schüler in kurzer Zeit zu erstklassigen Debattanten entwickelt hatten. Nach der Debatte nahm sich die Jury lange Zeit, zu einem Urteil zu kommen, um schließlich Samuel als ersten und Alexander als zweiten Sieger zu küren.

Knapp drei Wochen später, am 07. Februar 2017, traten die Finalisten unter Begleitung von Frau Lesiak und Herrn Höfer zum Regionalwettbewerb „Jugend debattiert“ an. In den Vorrunden-Debatten am Vormittag gelang es Lukas Altun, sich in das Finale des Regionalwettbewerbs zu debattieren. Das Finale wurde am Nachmittag im Rathaus der Stadt Augsburg ausgetragen. Im repräsentativen Ambiente des Oberen Fletzes wurden die Schüler von Schulreferent Hermann Köhler begrüßt, der herausstellte, wie wichtig in der heutigen Zeit, in der die politischen Debatten immer hitziger werden, die Fähigkeit sei, anderen zuzuhören und in zivilisierter Weise Argumente auszutauschen. Beim anschließenden Finale ging es um die Frage, ob die Bußgelder für die Verschmutzung des öffentlichen Raumes erhöht werden sollten. Nach einer hochklassigen Debatte bekamen die Debattanten von den Juroren, unter denen sich auch Mitglieder des Augsburger Stadtrates befanden, ein durchweg positives Feedback. Das Gelernte können die Debattanten im nächsten Jahr wieder anwenden, denn der Wettbewerb wird nicht nur in der 9. Jahrgangsstufe durchgeführt, sondern auch in den weiteren Jahrgangsstufen des Gymnasiums. Das JFG ist gespannt...

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