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denToten zurEhre„Arbeit macht frei“... dieser Schriftzug springt jedem sofort ins Auge, der das Tor zum Konzentrationslager von Dachau durchquert. So auch uns Schülern der 9. Jahrgangsstufe, welche am 23.11.2017 das ehemalige Arbeitslager besuchte. Unsere Führung begann auf dem Appellplatz, auf dem Häftlinge morgens und abends strammstehen mussten, was oft zu einer stundenlangen Tortour wurde.

In Gruppen aufgeteilt wurden wir durch das Konzentrationslager geführt und erfuhren von unmenschlichen Taten, die hier während des Nationalsozialismus an der Tagesordnung waren. Wir konnten u.a. die Baracken, Zellen und das Krematorium besichtigen. Schließlich haben wir uns noch in einer der Baracken davon überzeugt, unter welchen entsetzlichen Bedingungen die Häftlinge hier hausen mussten. Die Art, wie 33.000 Menschen an einem für 8.000 Leute vorbestimmten Platz leben mussten, ist unvorstellbar.

ArbeitMachtFreiZurück auf dem Appellplatz erfuhren wir von weiteren Bestrafungsmethoden, z.B. „eine Stunde Baum“. Dabei wurden die Häftlinge mit den Armen so an einem Baum aufgehängt, dass ihre Schultergelenke auskugelten. Man überlebte zwar, doch der Tod war vorprogrammiert, da Arbeitsunfähige am nächsten Morgen aussortiert – also getötet – wurden. Es ist mir unbegreiflich, wie Menschen so erbarmungslos sein können und derartige körperliche und seelische Gewalt auf andere ausüben können. Was mich ebenfalls zutiefst erschüttert, ist die Art, wie man mit den Frauen umging. Sie wurden zur Prostitution gezwungen. Die Unglücklichen, die schwanger wurden, erwarteten grausame „Bestrafungen“.

Fakten und Zahlen über das Ausmaß des Schreckens könnte ich hier viele aufführen, aber am Wichtigsten erscheint mir, dass wir diesen Teil unserer Geschichte kennen, damit dergleichen nicht wieder passiert. Nach der Führung erwartete uns noch ein abschließender Film, dessen Bilder alle sehr bewegten. Jeder von uns wusste, was ein Konzentrationslager war, doch hier zu sein war bedrückend und erschreckend zugleich. Vor allem die detaillierte Schilderung der Ereignisse setzte uns zu. Dennoch war es ein sehr wichtiger und informativer Tag, der uns im Gedächtnis bleibt.

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