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wr forscherSeit Schuljahresbeginn sind die Schülerinnen und Schüler des Jakob-Fugger-Gymnasiums wieder auf Entdeckungsreise durch die Welt der Wirtschaft. Sie setzen sich aber nicht nur mit ökonomischen Fragestellungen, sondern auch mit ethischen Wertvorstellungen auseinander. Passt Ethik und Wirtschaft in unserer Gesellschaft überhaupt zusammen – ergänzen sie sich oder stehen sie sich diametral gegenüber? Welche Rolle spielen meine eigenen Werte für die Wirtschaft der Zukunft?

Diese Fragen betreffen neben Wirtschaftsanalysten und Börsianern auch unseren Lebensalltag. Sie stellen sich im alltäglichen Konsumverhalten: Kaufe ich Biofleisch, Fleisch beim Metzger, beim Discounter oder verzichte ich bewusst auf das Schnitzel?

Lege ich beim Kleiderkauf nur Wert auf den Preis oder beziehe ich die Herstellungsbedingungen bei der Kaufentscheidung mit ein?

Spielen beim nächsten Smartphonekauf nur eine lange Akkulaufzeit, großer Speicherplatz, eine gute Kamera oder aber auch Haltbarkeit und Reparaturfähigkeit eine Rolle?

Soziale und ökologische Verantwortung gehen bei diesen Fragen Hand in Hand mit einer ganzheitlichen Auseinandersetzung von Wirtschaft und Werten.

Im eintägigen Schülerworkshop „Jugend und Wirtschaft im Dialog“ hat die Klasse 10a intensiv das Thema „Darf es etwas mehr sein? Massenproduktion von Fleisch“ erforscht. Der Ansatz des forschenden Lernens stellt dabei die Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt, ermöglicht ein selbstgesteuertes, kooperatives sowie fächerübergreifendes Lernen, beleuchtet das Thema mehrperspektivisch und gewährleistet ein problemorientiertes Arbeiten.

So teilten sich die Schülerinnen und Schüler im interaktiven Forscherlabor in die Gruppe der Konsumenten, der Unternehmer und politisch Verantwortlicher auf, um neben der Reflexion ihrer eigenen Wertvorstellungen auch Fragen für eine anschließende Dialogrunde mit Experten zum Thema zu entwickeln. Im Blick haben sie auch eigene Handlungsempfehlungen auf der Grundlage bisheriger bestehender Strategien und Entscheidungen im Themenfeld.

Der so vorbereitete Expertendialog schärfte zusätzlich das ethische Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler, sodass der Workshop neben der Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit des Einzelnen auch die Mündigkeit und das Verantwortungsbewusstsein für das zukünftige Wirtschaften stärkt.

Pro Schuljahr findet für die Wirtschafts.Forscher!-Klassen ein Schülerworkshop statt. Er wird im Sinne der ‚Peer Group Education‘ von ausgebildeten und didaktisch-methodisch geschulten studentischen Teamerinnen und Teamern angeleitet. Die Workshops stehen im engen Zusammenhang zu den Unterrichtsmodulen des „Wirtschafts.Forscher!-Programms“, die die fachlichen Grundlagen vermitteln.

Das Projekt „Wa(h)re Werte – Die Wirtschafts.Forscher!“ ist dabei ein gemeinsames Programm der PwC-Stiftung Jugend – Bildung – Kultur, des Centrums für angewandte Politikforschung München (CAP), des Instituts für Ökonomische Bildung Oldenburg (IÖB) und der Karl Schlecht Stiftung. Das Projekt findet an insgesamt 21 Schulen in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Niedersachsen statt.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter: www.wirtschafts-forscher.de

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