SamiaAm 17.05. 2019 besuchte unsere Klasse die Vorstellung „Samia läuft“ im Jungen Theater Augsburg

Das Stück basiert auf einer wahren Gegebenheit und handelt von dem jungen Mädchen Samia, welches eine große Leidenschaft für das Laufen hat. Aber in Mogadischu, wo sie aufwächst, herrscht Bürgerkrieg, so kann sie nur unter erschwerten Bedingungen im zerbombten Mogadischu trainieren.

Im Jahr 2008 schafft sie es dennoch zu den Olympischen Spielen in Peking, startet als Sprinterin über 200 Meter, kommt jedoch als letzte ins Ziel. Die Lage in ihrer Heimat spitzt sich immer weiter zu, so dass Samia schließlich keine Möglichkeit mehr hat zu laufen. Ihre einzige Chance sich auf die Olympischen Spiele im Jahr 2012 vorzubereiten, sieht sie in der Flucht nach Europa. Die Fahrt über das Mittelmeer scheitert dramatisch, als Samia merkt, dass ein vermeintliches Rettungsboot sie zurück nach Somalia bringen will. Obwohl sie nicht schwimmen kann, springt sie verzweifelt über Bord und ertrinkt im Frühsommer vor Malta.

Das Besondere an der Vorstellung war, dass sie nur mit zwei Schauspielern gespielt wurde. Samia wurde als Puppe dargestellt, vermutlich auch, um etwas emotionalen Abstand zu der tragischen Heldin und ihrem Schicksal zu bewahren.

Interessant am Bühnenbild war, dass besonders viele Geräusche mit Plastikflaschen oder Planen erzeugt wurden, die in die Kulisse eingebaut waren und so mit wenigen Dingen eine große Wirkung möglich war. Ohne viel Aufwand entstanden so verschiedene Orte, wie z.B. ein Strand oder ein Stadion.

Samias Geschichte, die auch in dem Buch „Mit Träumen im Herzen“ von Giuseppe Catozzella erzählt wird, hat uns alle sehr zum Nachdenken gebracht und ein abschließendes Gespräch mit der Regisseurin Susanne Reng und den beiden Schauspielern, Kristina Altenhöfer und Maik Evers, ermöglichten es uns, etwas hinter die Kulissen zu blicken und noch mehr über Samias Lebensgeschichte zu erfahren.