kkf1„Wer hat Recht?“ - ein Rollenspiel im Umfeld der Augsburger Reformation - Besuch der 7d im Fugger-Welser-Museum am 02. Juli 2019

  • „Ich bin Martin Luther. Ich mag weder den Papst noch die katholische Kirche, da sie die einfachen Leute ausnutzen und mich als Ketzer anklagen.. Die Leibeigenschaft befürworte ich aber, da Gott dies so gewollt hat!“ (Oskar Gsell)
  • „Ich, Kaiser Karl V., befürchte Zweifel an meiner Macht, wenn dieser Luther so weitermacht. Er stellt ja die ganze Welt auf den Kopf, mit seiner Reform gegen die Lehren der katholischen Kirche!“ (Franziska Hartje)
  • Als Papst Leo X. finde ich die Abschaffung der Ablassbriefe, so wie Luther sie fordert, problematisch, da ich selber Schulden habe und der Bau des neuen Doms noch nicht abgeschlossen ist!“ ( Danila Goldmann)
  • „Darf ich vorstellen:Konrad Peutinger, Augsburger Stadtschreiber und Berater von Kaiser Maximilian I. und seinem Nachfolger. Ich finde, dass Martin Luther nicht verurteilt werden sollte, ohne vorher seine Meinung gehört zu haben.“ (Ilker Demir)
  • Als Friedrich der Weise von Sachsen sage ich: „Luther darf nicht getötet werden. Seine Thesen sollen in ganz Deutschland verbreitet werden und die Kirche soll sich wieder auf das Wort Gottes besinnen.“ (Atay Sevinc)
  • „Freilich bin ich nur ein einfacher Bauer, aber ich bin für Luther! Er ist ein weiser Mann und einfacher Mönch und hat die Bibel ins Deutsche übersetzt und er traut sich gegen die mächtigen Kirchenfürsten vorzugehen!“ (David Hoinko)

kkf… so oder so ähnlich kamen noch viele weitere wichtige Persönlichkeiten, aber auch einfache Bürger in Augsburg im Umfeld der Reformation zu Wort. Hinter diesen „Persönlichkeiten“ aber verbargen sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7d, die anlässlich ihres Kulturkieselpreises einen Besuch im Fugger-Welser-Museum gewonnen haben. Nach einer kurzen Führung durch das Erlebnismuseum und Auffrischen des Unterrichtsstoffes, der in Geschichte sowohl Jakob Fugger als auch Luthers Reformation behandelte, schlüpften die SchülerInnen mit Hilfe von Rollenkarten in die verschiedenen Personen und diskutierten zum Teil hitzig über Sinn und Unsinn der Ablassbriefe, über Recht und Unrecht von Luthers Thesen und über richtig und falsch der damals bestehenden Gesellschaftsordnung. Fast wie im richtigen Leben kam es selten zu einer Annäherung zwischen den streitenden Parteien, dafür aber für uns zu einem spannenden Museumsbesuch mit viel Eigeninitiative und einer anderen Art von Geschichtsunterricht.