D JDEine Demokratie braucht Menschen, die kritische Fragen stellen. Menschen, die aufstehen, ihre Meinung sagen und sich mit den Meinungen anderer auseinandersetzen. Menschen, die zuhören und reden können. Menschen, die fair und sachlich debattieren. Deshalb kommt es darauf an, dass jeder schon in der Schule lernt, wie und wozu man debattiert, und regelmäßig übt, auch selbst zu debattieren. Das ist die Idee des Wettbewerbs „Jugend debattiert“, dessen Finals am 14. und 15.01.2020 in unserer Schule stattfanden. Bei „Jugend debattiert“ handelt es sich um einen Schülerwettbewerb, bei dem jeweils 4 Schüler der Jahrgangsstufen 9-11 miteinander über eine aktuelle Frage debattieren und dabei von einer Jury bewertet werden. Aus den Jahrgangsstufen 10 und 11 setzten sich im Schulfinale die schon in den letzten Jahren erfolgreichen Debattanten Mathilda Marquordt (Q11) und David Kammerer (10a) durch. Am nächsten Tag fand das Schulfinale der Jahrgangsstufe 9 statt:

Zunächst wurden in der 1. Stunde die Halbfinals ausgetragen. Dabei traten die Klassenbesten, die sich in den jeweiligen internen Debatten der Klassen herauskristallisiert hatten, gegeneinander an. Das Thema der ersten Debatte war „Soll das Fach ‚ökologisches Verhalten’ an Schulen eingeführt werden?“. Es wurde von der Umsetzung über die Motivationsfähigkeit der Schüler bis zu Auswirkungen auf die Gesellschaft alles geklärt, in Frage gestellt und diskutiert. Letztendlich war die Contra-Seite der Meinung, dass man mit einem Wahlunterricht dank des nicht vorhandenen Zwangs die Schüler mehr zum Klimaschutz bewegen würde als mit einem verpflichtendem Schulfach. Die Pro-Seite fand es aber wichtig, dass alle Schüler sich mit dem Thema befassen. Nach den zwei gleichzeitig stattfindenden Debatten zogen sich die Jury, die jeweils aus einer Lehrkraft und zwei Schüler*innen, die eine Juroren-Fortbildung besucht hatten, zurück, um die Gewinner zu verkünden: aus der einen Debatte Megan Kebbell (9b) und Alina Heim (9a) und aus der anderen Louis Schönherr (9c) und Daniel Palmert (9b).

In der 8. Stunde fand dann schließlich der Höhepunkt statt: das Schulfinale. Dazu wurden wie gewohnt die Positionen, also zwei Personen für die Pro- und die anderen zwei für die Contra-Seite, ausgelost. Die Debattanten hatten noch kurz Zeit, sich mit dem Partner auszutauschen, denn das Thema hatte im Voraus schon festgestanden, nicht jedoch die Seite für die man sein würde. Dann fingen die Teilnehmer an in der Anfangsrunde jeder seinen Standpunkt zu der Streitfrage „Soll die Innenstadt für den motorisierten Individual-Verkehr gesperrt werden?“ zu erläutern und zu begründen. Danach wurde in der freien Aussprache darüber diskutiert und schließlich wurden in der Schlussrunde die Argumente nochmals zusammengefasst. Die Vertreter der Klassen bekamen großen Applaus, denn die anspruchsvolle Aufgabe, ganze 24 Minuten konzentriert über ein Thema zu debattieren, haben alle wirklich toll gemeistert. Die Jury, bestehend aus fünf als Juroren ausgebildeten Schülern und Frau Gorcks, besprach sich einige Minuten lang vor der Tür und gab dann den zweiten Platz für Megan und den ersten Platz für Alina bekannt. Die beiden werden unsere Schule dann im Regionalentscheid vertreten. Wir wünschen den beiden viel Erfolg und hoffen, dass die nächsten Jahrgangsstufen dieses Projekt weiterführen werden, denn debattieren macht Spaß!