plasma ball 2282449Plasmaphysik ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Vielen ist jedoch gar nicht bewusst, in wie vielen Bereichen sie unser Leben beeinflusst. Die Schülerinnen und Schüler der Q12-Kurse Physik (Fr. Jambreck) und Astrophysik (Fr. Unglert) lernten am 21.12.2017 in einem einstündigen Vortrag die Grundlagen und Anwendungen der Plasmaphysik kennen. Da dieses Thema im Lehrplan außer Acht gelassen wird, ist eine zusätzliche allgemeine Betrachtung sehr lohnenswert. Caecilia Fröhler und Adrian Heiler von der AG Experimentelle Plasmaphysik (EPP) an der Universität Augsburg vermittelten theoretische Inhalte kurzweilig und in Kombination mit interessanten Experimenten.

Plasma wird auch als „vierter Aggregatszustand“ bezeichnet. Es liegen teilweise ionisierte Atome bzw. Moleküle vor. Elektronen und Ionen sind frei beweglich. Charakteristisch für Plasmen ist ihr typisches Leuchten. Es entsteht, weil sich angeregte Atome oder Moleküle durch Emission von Photonen abregen können. Dieser Effekt wird in der Beleuchtungsindustrie genutzt, um beispielsweise Reklametafeln mithilfe von Leuchtstoffröhren zu beleuchten. Zudem können Oberflächen aller Art mit dünnen Schichten überzogen werden, welche wichtige Oberflächeneigenschaften verändern. Dies ist nützlich, um Produkte zu veredeln oder Antireflexionsschichten zu bilden. Neben diesen Anwendungen gibt es auch natürliche Plasmen, zu denen die Sonne, Polarlichter und Blitze zählen. Auch für die Kernfusionsforschung ist die Plasmaphysik von großer Relevanz. In Hinsicht auf zukünftige Möglichkeiten der Energiegewinnung hat sie eine zukunftsweisende Bedeutung.

Wir bedanken uns bei den beiden Referenten für diesen interessanten und lehrreichen Vortrag.