Oberstufenbetreuung

„Man muss lernen, was zu lernen ist, und dann seinen eigenen Weg gehen.“

Als Fünftklässler schaut man noch voller Ehrfurcht auf die Großen, in der Mittelstufe hat man ganz andere Probleme und, ehe man sich‘s versieht, ist man in der 10. Klasse angelangt und wird mit einer Fülle neuer Begriffe konfrontiert: Fächerwahl, Belegung, Punktesystem, W- und P-Seminare, Wahlpflichtfächer, Profilfächer, Einbringung, Zulassungsvoraussetzungen, … Es entstehen Fragen über Fragen, die einen leicht verunsichern können.

Aber auf all diese Fragen gibt es ganz klare Antworten und alles läuft nach einem genau vorgegebenen Plan. Bereits im November findet der Informationsabend für die 10. Klassen statt, an dem Eltern und zukünftige Kollegiatinnen und Kollegiaten einen ersten allgemeinen Überblick über die Ereignisse in der Oberstufe bekommen. Einen ersten Einblick bietet die Powerpointpräsentation zur Oberstufe. Im November/Dezember werden die W- und P-Seminare vorgestellt und gewählt. Von Januar bis April werden die Wahl der Pflicht-, der Wahlpflicht- und der Profilfächer durchgeführt und die entsprechenden Kurse dann eingerichtet. Danach ist ein Großteil der Fragen schon beantwortet und man wird langsam mit dem neuen System vertraut. Für alle ungeklärten Fragen, sonstigen Unklarheiten, Überlegungen, Entscheidungshilfen oder ganz anderen Schwierigkeiten sind wir Oberstufenkoordinatoren (OSK) da und helfen gerne weiter, und zwar solange, bis das Ziel erreicht ist und die Schülerinnen und Schüler ihren eigenen Weg gehen.

Allgemeine Informationen zur Oberstufe

Mit der Einführung des achtjährigen Gymnasiums und der neuen gymnasialen Oberstufe hat die 10. Jahrgangsstufe eine neue Funktion als Gelenkstelle gewonnen. Am Ende der Jahrgangsstufe 10 erwerben die Schüler den mittleren Schulabschluss. Zugleich dient die 10. Jahrgangsstufe aber auch als Einführungsphase für die Oberstufe. Diese wird auch Qualifikationsphase genannt und besteht aus den Jahrgangsstufen 11 und 12.

Folgende Änderungen im Vergleich zu den Jahrgangsstufen 5-10 bringt der Eintritt in die Oberstufe mit sich:

  • Aufteilung in vier Ausbildungsabschnitte 11/1, 11/2, 12/1 und 12/2
    Die Schüler*innen bekommen am Ende jedes Ausbildungsabschnitts ein Zeugnis mit Halbjahresleistungen, die bereits Teil der Abiturnote sind. Jedes Halbjahr wird als eine in sich geschlossene Einheit betrachtet.
  • Änderung des Notensystems
    Das Notensystem in der Oberstufe ist ein Punktesystem von 15 bis 0 Punkten. Die Gewichtung der Noten ändert sich ebenfalls. Der Durchschnitt der schriftlichen Leistungen wird mit dem Durchschnitt der mündlichen Leistungen 1 : 1 verrechnet.
  • Aufteilung der Fächer in Pflichtfächer, Wahlpflichtfächer und Profilfächer
    Die Schülerinnen und Schüler stellen in der 10. Jahrgangsstufe nach einer ausführlichen Beratung durch die Oberstufenkoordinatoren ihr Kursprogramm für die Qualifikationsphase (Jahrgangsstufe 11 und 12) zusammen. Diese Wahl ist bis auf einige Ausnahmen für die gesamte Qualifikationsphase verbindlich. Bei der Fächerwahl sind zum einen Pflicht- und Wahlpflichtfächer zu belegen. Für alle Schüler verpflichtend sind Deutsch, Mathematik und eine fortgeführte Fremdsprache. Diese drei Fächer sind auch Bestandteil der insgesamt fünf Abiturfächer. Zu den Pflichtfächern gehören auch Geschichte und Sport. Im Bereich der Wahlpflichtfächer können die Schüler wählen zwischen Biologie, Chemie und Physik, zwischen Geographie oder Wirtschaft und Recht, zwischen Musik oder Kunst. Zudem können sie wählen zwischen einer weiteren Fremdsprache oder einer zweiten Naturwissenschaften. Dazu sind noch verschiedene Fächer aus dem sogenannten Profilbereich und die beiden Seminare zu belegen, um die Mindeststundenzahl von 132 Stunden als Summe der Wochenstunden aus allen vier Ausbildungsabschnitten zu erreichen.
  • Individuelle Zusammenstellung der Fächer und Auflösung des Klassenverbandes
    Aus der individuellen Zusammenstellung der Fächer ergibt sich ein Kurssystem. Das bedeutet, dass die Schüler*innen nur noch in den Pflichtfächern D, M, G/Sk und zum großen Teil auch in E in einer Art Klassenverband unterrichtet werden und ansonsten wie im Universitätsbetrieb jeder je nach Wahl einen individuellen Stundenplan erstellt bekommt.
  • Verpflichtende Belegung von je einem W- und P-Seminar
    Zwei völlig neue Formate, nämlich das W- und P-Seminar, die auf das spätere Studium vorbereiten sollen, müssen verpflichtend in der Oberstufe belegt werden. Nähere Informationen finden Sie unter der Rubrik W-Seminare/P-Seminare

Genauere Informationen dazu können Sie in der Präsentation, die am Infoabend zur Oberstufe gezeigt wird, nachlesen. Zudem stehen Ihnen die beiden Oberstufenkoordinatoren während der Sprechstunden und nach Vereinbarung zur Verfügung. Information zur Oberstufe finden Sie auch unter www.gymnasiale-oberstufe-bayern.de.

Was ist ein W-Seminar?

W-Seminar ist die Abkürzung für Wissenschaftspropädeutisches Seminar und dient dazu, wie der Name schon sagt, die Schülerinnen und Schüler an das wissenschaftliche Arbeiten der Hochschulen heranzuführen. Im Rahmen dieses 2-stündigen Seminars, das über 3 Halbjahre (11/1, 11/2 und 12/1) geht, verfassen die Schülerinnen und Schüler eine individuelle schriftliche Seminararbeit und präsentieren deren Ergebnisse.

Jedes W-Seminar ist einem Leitfach zugeordnet und wird von einer Lehrkraft betreut. Je nachdem welche Rahmenthemen angeboten werden (die Fächer wechseln jedes Jahr), können die Schülerinnen und Schüler ein Fach wählen und sich innerhalb des vorgegebenen Themas mit einem spezielleren Aspekt intensiv auseinandersetzen und Forschungen betreiben.

In 11/1 werden allgemeine Informationen zu dem speziellen Thema und darüber hinaus zu den Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens vermittelt, wie u.a. recherchieren, analysieren und abstrahieren, strukturieren, korrekt zitieren, bibliografieren usw. Am Ende dieses Halbjahres muss jede Schülerin/jeder Schüler sein Thema festgelegt haben. (= eine Halbjahresleistung). In 11/2 wird intensiv geforscht und die Fakten und Informationen für die wissenschaftliche Arbeit zusammengetragen. In persönlichen Gesprächen gibt die zuständige Lehrkraft Tipps und begleitet den Arbeitsprozess. (= eine Halbjahresleistung). In 12/1 sollen die Ergebnisse in einer 15-seitigen Seminararbeit formuliert werden. Abgabetermin ist der erste Dienstag nach den Herbstferien. Im Anschluss daran finden die Präsentationen der Arbeiten im Rahmen des W-Seminars statt. (= zwei Halbjahresleistungen)

Das W-Seminar zählt zu den Profilfächern, obwohl es verpflichtend zu belegen ist und alle vier Halbjahresleistungen einzubringen sind. Nähere Informationen dazu finden sich unter: https://www.gymnasiale-oberstufe.bayern.de/seminare/w-seminar.html

Was ist ein P-Seminar?

Das Projektseminar zur Studien- und Berufsorientierung, so der volle Wortlaut, besteht aus eben diesen zwei Teilen: einer umfangreichen beruflichen Orientierung und einer praktischen Umsetzung in Form eines Projekts. Mithilfe von Informationsveranstaltungen, Beratungsgesprächen, Messebesuchen, Workshops und Reflexionsbögen bekommen die Schülerinnen und Schüler einen Überblick über den Arbeitsmarkt und konkretisieren ihren eigenen Berufswunsch.

Parallel dazu arbeiten sie als Team an einem gemeinsamen Projekt, das in ein fachbezogenes Produkt mündet. Dieses kann, wie im Seminar „Unternehmensgründung“ (Wirtschaft) ein Gadget sein, das das Leben erleichtert und dann verkauft wird, oder aber auch ein Reiseführer durch das antike Augsburg (Latein), ein Kochbuch (Biologie), ein Wetterballon (Physik) oder die Zusammenarbeit mit einem SOS-Kinderdorf (Ethik). Die Schülerinnen und Schüler entwerfen einen Projektplan, teilen die Zuständigkeiten untereinander auf und arbeiten zielgerichtet darauf hin, dass das Produkt auch tatsächlich zustande kommt. Im Unterschied zum Regelunterricht ist dies nämlich nicht selbstverständlich: Scheitert die Gruppe, scheitert das Produkt! So lernen die Schülerinnen und Schüler Eigenverantwortung und Selbständigkeit. Was besonders zählt, ist das eigene Engagement, das sie in Form eines Portfolios dokumentieren, die Arbeit mit externen Partnern und letztlich die Erfahrung, gemeinsam im Team etwas auf die Beine gestellt zu haben.

Nähere Informationen dazu finden sich unter: https://www.gymnasiale-oberstufe.bayern.de/seminare/p-seminar.html

Abitur in Türkisch, Russisch oder Ethik

Obwohl wir bisher am JFG keine Lehrkräfte hatten, die Russisch oder Türkisch anboten, war und ist es dennoch möglich, diese Fächer zu belegen und in ihnen das Abitur abzulegen. Die Kurse finden am Holbein-Gymnasium üblicherweise am Freitag Nachmittag statt. Voraussetzung ist jedoch eine Feststellungsprüfung vor Beginn der Jahrgangsstufe 11, die von den entsprechenden Lehrkräften am Holbein-Gymnasium gestellt wird.

Ähnlich verhält es sich, wenn eine SchülerIn nach der 10. Jahrgangsstufe von Religion zum Fach Ethik wechselt. Die Belegung von Ethik ist ohne Weiteres möglich. Möchte man jedoch die Abiturprüfung ablegen (oder sich zumindest die Möglichkeit offenhalten), so muss zu Beginn der Jahrgangsstufe 11 eine Feststellungsprüfung über den Stoff der Jahrgangsstufe 10 bei uns abgelegt werden.

Bei Interesse an Türkisch, Russisch oder Ethik ohne vorherige Belegung dieser Fächer bitten wir, sich bei der Oberstufenkoordination zu melden.

Abiturfeier im Hotel Maximilian’s

Unsere Abiturfeiern finden traditionell im Teesaal des Hotels „Maximilian‘s“, des ehemaligen Hotels „Drei Mohren“, statt. In diesem feierlichen Rahmen werden die Abiturientinnen und Abiturienten von der Schulleitung und ihren – nun ehemaligen – Lehrkräften verabschiedet und beglückwünscht – der krönende Höhepunkt einer langen Schullaufbahn, auf deren erfolgreichen Abschluss man wahrhaft stolz sein kann. Und so sind auch wir Lehrkräfte stolz auf unsere Absolventinnen und Absolventen und entlassen sie jedes Jahr – wenn auch mit ein wenig Wehmut – in ihre selbstbestimmte Zukunft.

Studien- und Berufsorientierung am JFG

Neben der Vermittlung von Kompetenzen, Fachwissen und der Erziehung ist die berufliche Orientierung eine weitere wichtige Aufgabe des bayerischen Gymnasiums. Im Bayerischen Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen (BayEUG) steht in Artikel 2 geschrieben:

„Die Schulen haben insbesondere die Aufgabe, auf Arbeitswelt und Beruf vorzubereiten, in der Berufswahl zu unterstützen und dabei insbesondere Mädchen und Frauen zu ermutigen, ihr Berufsspektrum zu erweitern.“

Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, wurde an unserer Schule ein Konzept zur beruflichen Orientierung entwickelt, dass sich über mehrere Jahrgangsstufen erstreckt und den Schülerinnen und Schüler viele Möglichkeiten bietet, sich selbst und die Berufswelt kennenzulernen. Genauere Informationen und hilfreiche Links finden Sie unter dem Eintrag „Berufliche Orientierung am JFG“.

Studienfahrten

Zu den Höhepunkten eines Oberstufenschülers am JFG gehört die Studienfahrt zu Beginn der 12. Jahrgangsstufe. Neben der Vorbreitung auf Schulaufgaben, Referate und Seminararbeiten gehört die Planung der Studienfahrten zum inoffiziellen Lehrplan in der Q11. Mit Spannung wird die Bekanntgabe der Ziele der Studienfahrten im Herbst des Vorjahres erwartet. Verschiedene Kollegen bieten Fahrten, beantragen die Genehmigung der Fahrten durch Lehrerkonferenz und Schulforum und stellen sie den Oberstufenschülerinnen und – schülern vor. Dann beginnt die Festlegung der Gruppen und in der 2. Schulwoche des letzten Schuljahres starten die Fahrten, wenn nicht gerade aufgrund von Corona alle Fahrten ins Wasser fallen.

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Jakob-Fugger-Gymnasium


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