Kategorie(n): Fächer A-Z, Politik und Gesellschaft
Autor:in: Andreas Burkhardt, Q11

Besuch von Dr. Volker Ulrich am Jakob-Fugger-Gymnasium

Am Mittwoch, den 13. Mai 2015, besuchte Dr. Volker Ulrich anlässlich des Europa-Projekttages das Jakob-Fugger-Gymnasium, um den Schülerinnen und Schülern der Q11 Einblick in wichtige aktuelle politische Themen zu geben und ihnen ihre Fragen zu beantworten. Dr. Ulrich ist 39 Jahre alt und Abgeordneter im Bundestag, er gehört unter anderem dem Rechtsausschuss des Parlamentes an. Zudem ist er Mitglied der parlamentarischen Versammlung des Europarates und befindet sich somit nicht nur etwa 25 Wochen im Jahr in Berlin, sondern dazu noch zwei Wochen in Brüssel und Straßburg.

Nach Erreichen des Abiturs studierte er Rechtswissenschaften und legte sein zweites juristisches Staatsexamen im Jahr 2004 ab. Dr. Ulrich war bis 2013 Ordnungsreferent der Stadt Augsburg. Als Bundestagsabgeordneter für Augsburg seit 2013 nimmt sich Dr. Volker Ulrich einmal im Jahr die Zeit, Augsburger Schulen zu besuchen und Schüler von Politik zu begeistern.

Im ersten Teil der Veranstaltung berichtete er vom Werdegang der Europäischen Union und stellte dar, weshalb diese von so großer Notwendigkeit ist, um beispielsweise den Frieden innerhalb Europa zu erhalten. In der sich anschließenden Diskussion wurden hauptsächlich die Themen Asylpolitik, das Freihandelsabkommen TTIP und die Griechenland-Problematik aufgegriffen. Den Schülern wurde die Möglichkeit gegeben, ihre Fragen an Dr. Ulrich zu stellen. So erläuterte er zum Beispiel, dass mehr finanzielle Unterstützung innerhalb der EU geleistet werden muss, um ökonomische Standards für Asylbewerber anzugleichen. Denn dieses Ungleichgewicht sorge dafür, dass mehr Menschen beispielsweise in Deutschland um Asyl bitten als in Griechenland.

Die Diskussion um TTIP handelte hauptsächlich von der Problematik des Verbraucherschutzes, wo in Deutschland und den USA sehr unterschiedliche Standards herrschen. So haben die Amerikaner Sorge davor, europäische Antibiotika-Hühnchen essen zu müssen, während den Deutschen das amerikanische „Chlor-Hühnchen“ als Schreckensvision gilt. Auch die wenig transparenten privaten Schiedsgerichte wurden thematisiert und es stellte sich die Frage, ob das Freihandelsabkommen der mittelständischen deutschen Wirtschaft eher schadet als nützt. Im Weiteren wurde noch diskutiert, wie und ob die Bürger ethisch konsumieren könnten, indem sie auf die Produktionsbedingungen und die bei der Produktion berücksichtigten Umweltstandards achten.

Die Vielfalt der diskutierten Themen und das große Engagement der Schüler bei der Diskussion zeigte, dass politische Themen für die Jugend weiterhin relevant sind und dass somit der Besuch von Dr. Ulrich eine sehr gute Gelegenheit war, seine Meinung mit einem Entscheidungsträger aus der Politik auszutauschen.

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