09.10.2022
Kategorie(n): Fächer A-Z, Geschichte, Lernen am JFG

Mahnmal des Leides und des Todes

Autor:in: Rahman Büchner, Burcu Nalbant (10a)

Besuch der 10. Jahrgangsstufe in der KZ- Gedenkstätte Dachau

Die Zeit des Nationalsozialismus war die dunkelste Stunde Deutschlands. Um sich die Menschenrechtsverletzungen der Nationalsozialisten noch besser bewusst zu machen, sieht das Programm der politischen Bildung für alle Schülerinnen und Schüler den Besuch des Konzentrationslagers Dachau vor. So kam am Montag, den 26. September 2022, auch die komplette 10. Jahrgangsstufe des Jakob-Fugger-Gymnasiums Augsburg vor dem Eingangstor des Konzentrationslagers Dachau an.

Nach einem kurzen Marsch vom Parkplatz aus betraten die 10. Klassen morgens das Gelände der KZ-Gedenkstätte. Noch vor Passieren des Tors erkannte man die Bahngleise, die einst für den Antransport von Gefangenen dienten. Die Ausstellungsfläche selbst beinhaltete zwei Krematorien, zwei Nachbauten von den ehemals 30 Häftlingsbaracken und ein Schulungsgebäude, in dem eine dauerhafte Ausstellung über die Verbrechen der Nationalsozialisten zu sehen war. Obwohl 1965 die meisten Baracken abgerissen wurden, wurden die wahren Dimensionen der Lagergröße dennoch dadurch deutlich, dass sich heutzutage die Umrisse der abgerissenen Häftlingsunterkünfte durch dunkelgraue Bordsteine gegenüber dem hellen Kies abheben. Nachdem alle Schüler das Gelände selbständig für 45 Minuten erkunden durften, begrüßte Frau-Ruth Billinger alle Lernenden der Klasse 10 a und trug Hintergrundinformationen vor. Dabei schilderte sie, dass das KZ Dachau als Musterlager für alle folgenden Konzentrationslager der Nationalsozialisten diente und häufig bei Staatsbesuchen als positives Beispiel präsentiert wurde. Sie gab auch einen Einblick in die psychischen und körperlichen Foltermethoden, die den Häftlingen widerfuhren, sowie die unmenschlichen Lebens- und Arbeitsverhältnisse. Sie zeigte die beiden noch erhaltenen Wachtürme, von denen Scharfschützen unmittelbar Todesschüsse auf alle die Gefangenen, die dem Grenzzaum zu nahe kamen, abfeuerten. Sie erklärte zuletzt, dass im zuerst erbauten Krematorium Leichen posthum verbrannt wurden, dass dann aber ein zweites Krematorium mit Gaskammer errichtet wurde, um Häftlinge darin zu ermorden. Schließlich trat die Gruppe die gemeinsame Heimreise nach Augsburg an, weiteres Filmmaterial zur KZ-Gedenkstätte Dachau wurde im Schulunterricht nachbereitet.

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Abschließend kann man festhalten, dass diese Exkursion bereichernd und informativ war. Uns Schülerinnen und Schülern wurde ein breites Wissen vermittelt und vor Augen geführt, was menschlicher Hass bewirken kann. Die Vergangenheit der KZ-Häftlinge war von Grausamkeit und Schmerz geprägt. Das Erinnern an diese Menschen soll für alle weiteren Generationen erhalten bleiben und mahnen, nie mehr wieder solche Extreme zuzulassen.

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